Gedanken zum 1. Mai – Rurtalwerkstätten

Noch ein paar Gedanken zum Tag der Arbeit.

In der vergangenen Woche wurden Kandidat*innen zur Landtagswahl zu einer Diskussion der Rurtalwerkstätten eingeladen.

Die Rurtalwerkstätten ermöglichen Menschen eine angemessene berufliche Bildung und Beschäftigung, die aufgrund ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen oder Besonderheiten nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbstätig werden können.

In der Diskussion kam auch die Frage auf, warum die Beschäftigten mit Beeinträchtigung keinen Mindestlohn bekommen.

Für mich persönlich ein untragbarer und sozial ungerechter Zustand.

Die Antworten der Vertreter der anderen Parteien ob christlich oder sozial fand Ich zutiefst befremdlich. Anstatt auf die Betroffenen einzugehen, wurde erklärt, dass die Werkstätten eine geschlossene Solidargemeinschaft sind, bei denen für Einzelne auch höhere Unterstützungsausgaben anfallen. Andere wollten keine Versprechungen abgeben, da der Staat bereits an vielen anderen Stellen sehr viel Geld ausgeben muss.

Ist das für uns soziale Gerechtigkeit?
Nein.
Wir als Grüne streben eine faire Entlohnung für die Arbeit in den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) an. Für die konkrete Umsetzung erwarten wir Impulse aus dem noch laufenden bundesweiten Beteiligungsvorhaben zur Entwicklung eines transparenten, nachhaltigen und zu- kunftsfähigen Entgeltsystems in den WfbM.

Foto: Ines Blažević