Besuch der FH Aachen am Standort Jülich

Wahlkampf ist die Zeit, in der man gute Freunde auch mal bei der Arbeit besuchen kann. 😉

Vor einigen Tagen habe ich die FH Aachen am Campus Jülich besucht.

Gemeinsam mit dem Prorektor für strategische Planung, Finanzierung und Steuerung der FH Prof. Dr. Christof Schelthoff, der sich als Jülicher im Rektorat der FH Aachen besonders um die Interessen der Region kümmert, habe ich mich über die Bewältigung der vergangenen Krisen und kommende Chancen für die Region ausgetauscht.

Übereinstimmend vertreten wir die Meinung, dass die Hochschule eine weitreichende Bedeutung nicht nur für den Arbeitsmarkt der Region, sondern auch eine besondere gesellschaftliche und interkulturelle Bedeutung hat. Auch die Forschungsdichte ist in Jülich mit Forschungszentrum und FH, die sich gegenseitig befruchten, besonders exponiert und kann einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel liefern.

Prof. Schelthoff betonte, dass ein Strukturwandel auch weiter gedacht werden müsse als ein reines Überdenken der Energieerzeugung und wichtige Kompetenzfelder wie die Bioökonomie, Digitalisierung oder Medizintechnik hier neben der Energiefrage wichtige Schlüsseltechnologien liefern. Mit der Anwendungsnähe einer Fachhochschule liegt bei dieser ein besonderes Interesse, Studierende schnell zu einer Produktnähe zu bringen und – neben den klassischen größeren Unternehmen der Region zu helfen – auch den Unternehmergeist der Studierenden zu wecken.

Ein wichtiges Ziel aus meiner Sicht ist, die Integration der Forschungsinstitutionen und insbesondere des Brainergy Parks in die Jülicher Region voranzutreiben und damit auch die Attraktivität der Stadt zu erhöhen. Ausserdem hat die FH eine wichtige Rolle im Strukturwandel gerade bei der Ausbildung und Weiterqualifizierung in der Region.

Darüber hinaus gilt es, den Brainergy Park als eines der exponiertesten Projekte zu einem Erfolg zu machen. Auch hier hat die FH fachliche und räumliche Nähe, deren Ziel die Anbindung der FH haben sollte.

Zum Abschluss informierte ich mich noch über die Probleme und Errungenschaften der Corona-Krise. Prof. Schelthoff berichtete auch hier über die Schöpfung digitalen Potentials, die hier durchaus selber einen „Corona-Booster“ erhalten hat als auch über die fehlende soziale Interaktion bei Beschäftigten und Studierenden. Nun sei es das erklärte Ziel, das „Beste aus beiden Welten“ zu bewahren und dabei zur Präsenzhochschule zurückzukehren.
Auch zum Thema Ukraine-Krieg und Hochwasser bestand Konsens, das technologischer Fortschritt und Weltoffenheit wichtige und unverzichtbare Beiträge der Hochschule zur Gesellschaft sind.