Bergschadenstour in Jülich

Am Wochenende haben wir uns trotz eisiger Temperaturen zu einer Bergschadenstour in Jülich aufgemacht.

Unter fachkundiger Leitung des Sachverständigen für Bergschäden und Markscheiders Peter Immekus haben wir uns über die tagebaubedingten Absenkungen und die gravierenden Folgeschäden an Straßen, Leitungen und Gebäuden in der Innenstadt informiert.

Häufig werden diese Schäden von Bürgerinnen und Bürgern auch an ihrem Privateigentum gar nicht als Bergschäden, entstanden aus tektonischen Störungen und der Senkung des Grundwasserspiegels, wahrgenommen.

Ob offensichtliche Risse, der Versatz von Gebäuden und Pflastersteinen oder Spurrillen im Fahrbahnbelag, wir konnten viele Hinweise auf tektonische Störungen und Bergschäden mitnehmen, so dass alle Teilnehmer unserer Tour von jetzt an mit einer ganz neuen Wahrnehmung durch Jülich oder andere Orte unserer Region gehen.

Erschreckend ist aber der Umgang mit Betroffenen und Schäden an ihrem Privateigentum. Hier stehen die Betroffenen aufgrund der Beweispflicht bei der Beseitigung der Schäden und finanziellen Übernahme der Kosten vielfach hilflos der Übermacht von RWE gegenüber. Dies konnte ich bereits im Vorfeld der Tour aus Gesprächen mit Betroffenen mitnehmen.

Hier ist die Politik aus Düsseldorf gefordert, nicht Konzerne wie RWE, sondern die betroffenen Bürgerinnen und Bürger an erster Stelle zu sehen und in den Fokus zu nehmen.

So wäre allein schon die Erstellung und der Einblick in neutrales Kartenmaterial, bei dem dem die tektonischen Störzonen eindeutig erkennbar sind, eine große Hilfe für die Betroffenen.

Diese Umkehrung der Prioritäten ist ein klares Zeichen gegen den Lobbyismus der aktuellen Landesregierung.